Dichtheitsprüfung in Belgien
Dichtheitsnachweis durch Blasenbildung, mit Druckluft oder Unterdruck — ohne Helium.
Was ist die Blasenprüfung?
Das Bauteil wird mit Luft beaufschlagt und die zu prüfende Fläche mit einem schaumbildenden Mittel benetzt. Tritt Gas durch eine Undichtheit aus, bildet sich an dieser Stelle sichtbar Schaum. Bei der Unterdruckvariante wird eine Kammer mit Sichtfenster auf die benetzte Fläche gesetzt und darin ein Unterdruck erzeugt: die durchtretende Luft zeigt sich ebenfalls als Blasenbildung.
Das Verfahren ortet die Leckstelle unmittelbar und ist damit dort im Vorteil, wo es weniger auf die Leckrate als auf die genaue Lage ankommt.
Wir arbeiten mit Druckluft oder Unterdruck, nicht mit Helium. Für Aufgaben, die eine Heliumleckprüfung verlangen, sind wir nicht die richtige Adresse — und das sagen wir vorab.
Wie wir vorgehen
Prüfdruck beziehungsweise Unterdruck, Einwirkzeit und Prüfmittel werden nach dem anzuwendenden Regelwerk und nach der Bauteilform festgelegt. Die Oberfläche wird gereinigt, das Prüfmittel gleichmäßig aufgetragen und die Fläche über die vorgegebene Zeit beobachtet.
Jede Anzeige wird verortet, gekennzeichnet und fotografisch dokumentiert. Der Bericht führt die Prüfbedingungen und die Befunde je Bereich auf.
Anwendungen
- Dichtheitsprüfung an Behältern und Lagertanks
- Prüfung von Bodennähten an atmosphärischen Tanks mit der Unterdruckkammer
- Prüfung von Rohrleitungsverbindungen und Armaturen
- Prüfung von Kehlnähten, die von innen nicht zugänglich sind
- Nachweis nach Instandsetzung einer Leckstelle
Vorteile
- Ortet die Leckstelle unmittelbar und genau
- Einfach, mit geringem Ausrüstungsaufwand
- Auch an großen Flächen wirtschaftlich
- Kein Helium, keine Sonderausrüstung erforderlich
- Ergebnis sofort sichtbar und fotografisch belegbar
Normen
EN 1593 für die Blasenprüfung, EN ISO 20485 für die Prüfung mit Prüfgas, ASME BPVC Abschnitt V Artikel 10 für die Leckprüfung. Bei den Prüfbedingungen richten wir uns nach dem für Ihr Bauteil geltenden Regelwerk.