Härteprüfung in Belgien
Mobile Härteprüfung vor Ort an Schweißnaht, Wärmeeinflusszone und Grundwerkstoff, nach EN ISO 6507.
Was ist die Härteprüfung?
Die Härte gibt den Widerstand eines Werkstoffs gegen bleibende Eindringung an. Gemessen wird sie, indem ein Prüfkörper mit festgelegter Kraft eingedrückt und der Eindruck ausgewertet wird — oder, bei mobilen Geräten, über den Rückprall beziehungsweise über die Ultraschall-Kontaktimpedanz.
An einer Schweißverbindung ist die Härte ein Hinweis auf das Gefüge. Ein zu harter Bereich in der Wärmeeinflusszone deutet auf zu rasche Abkühlung hin und geht mit Sprödigkeit und Rissneigung einher — besonders bei wasserstoffbelasteten Werkstoffen.
Deshalb schreiben viele Regelwerke Höchstwerte für die Härte in Naht und Wärmeeinflusszone vor, und deshalb wird nach einer Wärmebehandlung nachgemessen.
Wie wir vorgehen
Wir messen mit mobilen Geräten unmittelbar am Bauteil, an blank vorbereiteter Oberfläche. Je Prüfstelle werden mehrere Einzelmessungen ausgeführt, um Streuungen zu erkennen; gemessen wird im Grundwerkstoff, in der Wärmeeinflusszone und im Schweißgut.
Die Geräte werden an Härtevergleichsplatten überprüft. Der Bericht führt die Einzelwerte, die Prüfstelle und das Umrechnungsverfahren auf, sofern eine Umwertung vorgenommen wurde.
Anwendungen
- Prüfung von Schweißnaht und Wärmeeinflusszone auf Höchsthärte
- Nachweis der Wirkung einer Wärmebehandlung nach dem Schweißen
- Prüfung von Werkstoffen im Wareneingang
- Schadensuntersuchung nach Rissbildung
- Prüfung nach Instandsetzung an Bauteilen im Betrieb
Vorteile
- Praktisch zerstörungsfrei, nur ein kleiner Eindruck bleibt
- Am eingebauten Bauteil durchführbar
- Rasches Ergebnis, unmittelbar vor Ort
- Zeigt Gefügeprobleme, die kein anderes ZfP-Verfahren erfasst
- Auch an schwer zugänglichen Stellen einsetzbar
Normen
EN ISO 6507-1 bis -3 für die Härteprüfung nach Vickers, ASTM A1038 für mobile Verfahren, ASTM E384 für die Mikrohärteprüfung. Die Härteprüfung liegt im Geltungsbereich unserer BELAC-Akkreditierung 786-INSP.