Werkstoffidentifikation (PMI) in Belgien
Prüfung der chemischen Zusammensetzung von Legierungen vor Ort mittels Röntgenfluoreszenz.
Was ist PMI?
Positive Werkstoffidentifikation heißt: nachweisen, dass das verbaute Material tatsächlich das ist, was die Unterlagen behaupten. Ein tragbares Röntgenfluoreszenzgerät regt die Atome der Oberfläche an und misst die charakteristische Strahlung, die sie aussenden. Daraus ergibt sich die Zusammensetzung und damit die Legierung.
Die Prüfung dauert Sekunden, ist zerstörungsfrei und erfolgt am eingebauten Bauteil.
Sie beantwortet eine Frage, die häufiger falsch beantwortet wird als man denkt: Ist das wirklich 316L — oder ist bei einer Reparatur ein Stück 304 eingeschweißt worden, das dem Medium nicht standhält?
Wie wir vorgehen
Die Oberfläche wird an der Messstelle metallisch blank gemacht, da Zunder, Farbe und Fett das Ergebnis verfälschen. Das Gerät wird an zertifizierten Vergleichsproben überprüft, vor und nach der Messreihe.
Jedes geprüfte Bauteil wird gekennzeichnet und im Bericht mit Messwerten und erkannter Legierung geführt. Wo eine Abweichung zur Spezifikation auftritt, melden wir sie sofort.
Anwendungen
- Wareneingangsprüfung von Rohren, Fittings und Armaturen
- Nachweis der Legierung nach Instandsetzungsarbeiten
- Prüfung von Zusatzwerkstoffen und ausgeführten Schweißnähten
- Bestandsaufnahme an Anlagen ohne vollständige Werkstoffdokumentation
- Prüfprogramme zur Vermeidung von Werkstoffverwechslung
Vorteile
- Ergebnis in Sekunden, unmittelbar vor Ort
- Zerstörungsfrei, am eingebauten Bauteil
- Erkennt Verwechslungen, bevor sie zum Schaden führen
- Auch an fertig montierten Anlagen anwendbar
- Nachvollziehbare Dokumentation je Bauteil
Normen
ASTM E1085 und ASTM E1086 für die Analyse von Stählen mittels Röntgenfluoreszenz, ASTM E322 und ASTM E572 für die spektrometrische Analyse. Die Werkstoffidentifikation liegt im Geltungsbereich unserer BELAC-Akkreditierung 786-INSP.